Ein Mehrwert für Städte und Gemeinden: Unsere kommunalen Energie- und Service-Angebote

Bis zum Jahr 2045 will Deutschland klimaneutral sein. Eine wichtige Rolle dabei spielt der Umbau der Wärmeversorgung, diese verursacht derzeit rund 40 Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen. Deshalb hat die Bundesregierung Städte und Gemeinden dazu verpflichtet, die Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen.

Mit dem zum 1. Januar 2024 in Kraft getretenen „Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze“ sind Städte und Gemeinden nun verpflichtet, ein strategisches Konzept zu erarbeiten, wie sie ihre Wärmeversorgung klimaneutral umbauen wollen. Hauseigentümer sollen dadurch Klarheit haben, ob sie zum Beispiel an ein Fernwärmenetz angeschlossen werden oder ob sie sich um eigene dezentrale Lösung wie zum Beispiel eine Wärmepumpe kümmern sollen.

Enger Zeitplan

Bis wann der Wärmeplan vorliegen muss, hängt von der Größe der Kommune ab. Für Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern gilt eine Frist bis zum 30. Juni 2026. Gemeindegebiete mit weniger als 100.000 Einwohnern müssen bis zum 30. Juni 2028 einen Wärmeplan vorlegen. Für Gemeinden mit bis zu 10.000 Einwohnern können die Länder ein vereinfachtes Verfahren möglich machen. So können sich kleinere Gemeinden beispielsweise zusammenschließen und in einem sogenannten Konvoi-Verfahren einen gemeinsamen Wärmeplan erstellen.

Schritt für Schritt zur nachhaltigen Wärmeversorgung

Wie aber funktioniert die Kommunale Wärmeplanung genau? Der Prozess lässt sich in vier Schritte unterteilen:  

  • Bestandsanalyse
    Wie viel Wärme wird aktuell vor Ort gebraucht und wie bereitgestellt? Um das zu wissen, müssen Kommunen Informationen über Bestandsgebäude, Infrastrukturen, Energieverbrauch systematisch erfassen.
  • Potenzialanalyse
    In diesem Schritt wird geprüft, welche unterschiedlichen Quellen für Erneuerbare Energien verfügbar sind. Wie steht es um erneuerbare Energie aus Abwasser, Solarthermie, Geothermie oder Biomasse? Gibt es Abwärme aus lokalen Rechenzentren? Eignet sich das Gebiet für Wasserstoffnetze?
  • Zielszenario
    Auf Grundlage der Bestands- und Potentialanalyse wird ein klimaneutrales Szenario erarbeitet. Die Kommune teilt das Gebiet in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete ein und entwickelt konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der Wärmeplanung.
  • Strategie
    In einem letzten Schritt fasst die Kommune die wesentlichen Ergebnisse der vorherigen Schritte zusammen und beschließt Zeitpläne für die Umsetzung.

 

Eine große Aufgabe, für die der Bund aktuell 500 Millionen Euro Fördergelder bereitstellt und an die jeweiligen Landeshaushalte weitergibt. Wo und wie die Kommunen diese Unterstützung beantragen können, erarbeiten die Länder gerade.

 

Alle Infos im Überblick finden Sie hier.