Ein Mehrwert für Städte und Gemeinden: Unsere kommunalen Energie- und Service-Angebote
Strom aus erneuerbaren Quellen spielt bei der Energiewende eine zentrale Rolle. Doch der Ökostrom muss nicht nur produziert, sondern auch verteilt werden. Das bringt anspruchsvolle neue Aufgaben für die Netze mit sich.
Das Stromnetz steht vor einem radikalen Wandel. Während traditionelle Netze Strom von zentralen Kraftwerken zu den Verbrauchern leiten, speisen heute weniger große Kraftwerke ins Netz ein, dafür steigt die Zahl der übers ganze Land verteilten kleinen Produzenten und Privathaushalte stetig. Sie gewinnen Energie aus Wind, aus Biomasse oder mithilfe von Solaranlagen auf dem Hausdach. Den Anschluss der vielen neuen Kleinanlagen zu organisieren, ist Aufgabe der Verteilnetzbetreiber.
Energie in alle Richtungen
Ob Privathaushalt, Gewerbe oder kommunale Liegenschaft – mit einer Solaranlage auf dem Dach werden Verbraucher zugleich zu Produzenten. Ist die Anlage nicht an einen Energiespeicher angeschlossen, fließt der Strom, der vor Ort nicht verbraucht wird, zurück ins Netz. Das heißt zum einen, Stromspeicher sind enorm wichtig. Diese nehmen überflüssigen Strom auf und geben ihn bei Bedarf wieder ab. So erhöhen die Betreiber der Solaranlagen den Anteil grünen Stroms und entlasten gleichzeitig das Stromnetz. Zum anderen bedeutet das für die Verteilnetzbetreiber, dass sie die Leitungen so ausrichten müssen, dass sie sowohl Strom verteilen als auch aufnehmen können. Und das an vielen verschiedenen Orten.
Milliardenschwere Investitionen
Mit der Abkehr von fossiler Energie steigt der Strombedarf: In immer mehr Gebäuden heizen strombetriebene Wärmepumpen, immer mehr Autos fahren mit Strom statt Benzin. Damit die Energie dort ankommt, wo sie gebraucht wird, bauen die Betreiber sukzessive die Netze aus. Verteilnetzbetreiber wie die Halberstadtwerke investieren Rekordsummen in neue Leitungen, Trafos und Umspannwerke.
Energiequellen und Verbraucher optimal vernetzen
Das Stromnetz der Zukunft muss den schwankenden Einspeisungen aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse gerecht werden. Damit das gelingt, kommunizieren Verbraucher und Erzeuger mittels moderner Informationstechnologie miteinander. Intelligenten Stromnetzen mit zentraler Steuerung (Smart Grids) und digitale Stromzähler (Smart Metern) übertragen eigenständig Messwerte an Haushalte, Netzbetreiber und Energielieferanten. Kunden erhalten so Einblicke in ihr Verbrauchsverhalten und die Netzbetreiber können Vorgänge im Netz besser koordinieren. Im Idealfall treibt dann vor Ort erzeugter Strom die Wärmepumpe an und lädt das Elektroauto.
Der Stromnetzausbau ist eine komplexe Aufgabe, die eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren wie Netzbetreibern, Kommunen und Bürgerinnen und Bürgern erfordert und nicht von heute auf morgen erledigt ist. Er bietet aber auch die Chance, die Energiewende aktiv mitzugestalten und einen großen Schritt in Richtung klimaneutrale Energiezukunft zu gehen.
